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Story: TrailTrophy 2013 in Lenzerheide
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TrailTrophy 2013 in Lenzerheide
Ein Erlebnisbericht von Florian Stier
Zum Abschluss der Rennsaison 2013 ging es für uns, Florian und Pascal, in die Schweizer Berge rund um Lenzerheide. Der dritte und letzte Event der diesjährigen TrailTrophy Serie sollte für uns das erste Rennen für das Team BIKE BRIGADE sein. Entsprechend motiviert machten wir uns am Donnerstag nach der Arbeit auf den Weg in das rund 400km entfernt gelegene Lenzerheide. Teams, die mit mindestens drei Fahrern gemeldet waren, nahmen an einer Teamwertung teil. Da von der restlichen BIKE BRIGADE Crew keiner mitkommen konnte, haben wir kurzerhand unseren Kumpel Kai-Uwe überzeugt unser Team zu komplettieren.

An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an unseren Teammanager Bernhard, der uns kurz vor Abfahrt noch ein Paket mit Trikot und Nightride-tauglicher Leihlampe schickte.
Mit drei Leuten zum Rennen zu fahren hieß in unserem Fall auch wieder, dass zunächst eine Runde Tetris spielen angesagt war - schließlich wollten drei Räder, Gepäck für ein Wochenende und natürlich auch die drei Protagonisten im Auto Platz finden. Das tatsächlich alles in einen VW-Golf passt, hatten wir ja schon beim Mad East Enduro bewiesen.

Während des Packens regnete es in Strömen und die Wettervorhersage für das Wochenende ließ die Motivation zeitweise stark sinken. Für die Tage kurz vorher wurde Schneefall bis auf 2000m vorhergesagt und auch für das Wochenende waren Niederschläge angekündigt. Und so empfing uns die Schweiz am Abend auch mit einigen Regentropfen und kalten Temperaturen.
Dafür war unsere Unterkunft, die Jugendherberge Valbella, absolut empfehlenswert - vergleichsweise günstig und voll auf Biker eingestellt. Es gibt einen Raum für die Bikes samt Werkzeug und Montageständer, an der Rezeption können Fahrradschläuche erworben werden und das Frühstück ist sehr reichhaltig und abwechslungsreich.

Am Freitagmorgen öffnete das Race Office gegen 9:30 Uhr und wir konnten unsere Startunterlagen abholen. Bis zum Start der ersten Runde um 12:30 Uhr war genügend Zeit den Beutel mit den Goodies zu plündern, die Bikes vorzubereiten und sich mental auf die anstehenden Wertungsprüfungen vorzubereiten.

Auf der ersten Runde ging es zunächst mit der Gondel zur Mittelstation des Rothorn Bergbahn. Vor der ersten Wertungsprüfung wurden ein paar Höhenmeter auf der Freeridestrecke des Bikeparks vernichtet.

Am Start der ersten Stage hieß es dann volle Konzentration, Bremse auf und los geht's, Spaß haben!
Für allgemeine Erheiterung sorgte aber erst noch eine Kuh, die sich kurz hinter dem Start mitten auf den Trail stellte und den gerade gestarteten Fahrer nur widerwillig vorbei lassen wollte.

Die erste Stage kann mit dem Wort "holprig" zusammengefasst werden. Es ging großteils über einen Hohlweg, der voller größerer Steine lag. Außerdem musste ein Gegenanstieg mit ca. 20 Höhenmetern bewältigt werden, bevor es in einen technischen und rutschigen Abschnitt ging. Am Ende der ersten Wertungsprüfung haben viele Fahrer ein paar Minuten Pause und das ein oder andere Gel gebraucht. Durch den Ort hindurch ging es dann zu einem Sessellift, der uns auf 2.300m hohen Piz Scalottas brachte.

Dort oben war es dann nur ganze 3°C "warm". Also schnell wieder in Richtung Tal. Während die erste Wertungsprüfung am Piz Scalottas super flowig, alpin und schnell war, bestand die dritte Stage des Tages erneut aus einem holprigen Hohlweg im Wald. Dennoch war, zurück im Tal, das Grinsen ins Gesicht gemeißelt.
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Schnell zum nächsten Supermarkt und dann zurück zur Jugendherberge und ein paar Stunden regenerieren - am Abend stand noch der Nightride an.

Und der machte richtig Spaß. Ca. 400hm mussten auf 11km bewältigt werden. Die zwei Wertungsprüfungen waren wunderschöne Trails im Wald. Für die erste Stage hatten sich die Organisatoren einen besonders gemeinen Wegverlauf ausgedacht: Kurz vor dem Ziel ging es direkt nach einer 90° Kurve steil und wurzelig bergauf. Hier war Schieben und Rennen definitiv die schnellste Alternative. Leider ist unser dritter Fahrer nicht mitgefahren, da der Nachmittag arg an seinen Kräften genagt hatte. Dafür, dass es aber insgesamt erst seine 5. Tour mit dem Mountainbike überhaupt war, hat er sich das ganze Wochenende über super geschlagen. Respekt dafür!

Der Samstag war mit der "Enduro Session" der längste und anstrengendste Tag. Gleich zu Beginn ging es aus eigener Kraft etwa 500hm bergauf, ehe erneut der zweite Teil des Sessellifts auf den Piz Scalottas benutzt werden konnte. Im Gegenzug zu Freitag schien diesmal die Sonne und das Thermometer zeigte angenehme 15°C.

Die zwei Stages waren vom Charakter her ganz unterschiedlich. Während die erste Strecke erneut ein alpiner, flowiger Trail zum Heizen war, ging es auf dem zweiten Trail über nasse Wurzelteppiche durch den Wald.
Abwechslung und fahrtechnischer Anspruch waren definitiv gegeben. Leider verloren wir alle etwas Zeit in der zweiten Wertungsprüfung. Aber immerhin blieben wir sturzfrei.

Zurück im Tal gab es für alle Teilnehmer eine warme Suppe mit frischem Brot und Getränken. Frisch gestärkt ging es zurück nach Lenzerheide und von dort wieder in die Gondel der Rothornbahn, diesmal jedoch bis auf den Gipfel auf über 2.800m Höhe.

Am Start der dritten Wertungsprüfung mussten wir leider lange auf die Startfreigabe warten. Ein Teilnehmer hatte sich im unteren Teil des Trails überschlagen, das Rad soll ganze 60m weiter geflogen sein. Zum Glück ist, nach unserer Kenntnis, nicht mehr passiert als eine ordentliche Gehirnerschütterung. Dennoch musste der Teilnehmer mit dem Hubschrauber abgeholt werden.

Damit war unsere Psyche für das Folgende natürlich nicht perfekt eingestellt. Und ich denke auch, dass wir auf der folgenden Stage die meiste Zeit verloren haben. Es war hochalpin, ruppig und super anstrengend. Aber auch ein absolut genialer Trail!

Die letzte Stage des Tages war dann wieder deutlich einfacher zu fahren und im Ziel angekommen war die Erleichterung groß, dass wir alle recht gut durchgekommen waren.
Am Abend ging es in das Restaurant eines Hotels in Lenzerheide. Im Starterpaket inbegriffen war ein 3-Gänge-Menü mit lokalen Speisen für und mit allen Teilnehmern. Super Stimmung, geniales Essen und etwas Glück bei der Verlosung ließen den Tag ausklingen.

Bevor es am Sonntag zurück nach Hause ging, wurden noch einmal zwei Stages absolviert. Ohne Liftunterstützung ging es 300hm bergauf. Der folgende Trail war wieder einmal äußerst flowig und schnell. Bremse auf und die letzten Meter genießen... wäre da nicht noch die allerletzte Wertungsprüfung gewesen. Wellig am Hang entlang, 800m lang, Vollgas! Hier zeigte sich, wer so spät in der Saison noch die notwendigen Körner hat und das "Enduro" von "Endurance" kommt, was bekanntlich "Ausdauer" heißt.
Zurück an der Talstation der Rothornbahn war es dann aber wirklich geschafft. Die drei Tage vergingen mal wieder viel zu schnell.

Apropos schnell - an unserer Performance können wir im nächsten Jahr noch arbeiten. Platz 83 für mich und Platz 90 für Pascal sind noch ausbaufähig. Aber viel wichtiger als das Endergebnis ist, dass wir mal wieder ein unvergessliches Wochenende auf dem Biker verbracht haben. Die Lenzerheide ist ein Bikerevier, das wir definitv weiterempfehlen können.

Und wir sind uns schon jetzt sicher: nächstes Jahr kommen wir wieder. Dann fahren wir vielleicht auch die anderen Events der Trailtrophy Serie.
30.09.2013 © Florian Stier, Paul Masukowitz/TrailTrophy
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