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Story: Mad East Enduro Race 2013
Fotos: Robert Gebler
Mad East Enduro Race 2013
Ein Erlebnisreport von Bernhard Hinsken
Bernhard Hinsken war mit seinem BIKE BRIGADE Teamkollegen Andreas bei der 'Mad East Challenge 500' im sächsischen Altenberg unterwegs - hier kommt sein Report zum Enduro Race:

Am vorletzten Juni-Wochenende fand die 10. Auflage der 'Mad East Challenge 500' statt, primär eine zweitägige Marathonveranstaltung, aber für uns war das dort zum fünften Mal ausgetragene Enduro-Rennen interessant.

Von Duisburg aus sollte es am Freitag eigentlich schon recht früh losgehen, da Andreas und ich ja noch einiges an Strecke zurückzulegen hatten. Mit Buspacken und einem schnellen Mittagessen ging es dann kurz nach 13:00 Uhr auf die A40 Richtung Osten. Da uns die kürzeste Verbindung zum Ziel freundlicher Weise durch Dortmund führte, konnten wir uns dort an dem ersten Feierabendverkehr erfreuen.

Als es hinter Dortmund entspannt weiter ging dachten wir: So weit, so gut. Aber die frei Fahrt dauerte nur bis Kassel, wo wir uns in den Stau vor einer Vollsperrung einreihten.
Also nächste Abfahrt runter und wieder Stau. Um das ganze jetzt mal ein wenig zu verkürzen… kurz nach 23:00 Uhr kamen wir dann glücklich und zufrieden, aber auch nicht minder erschöpft, in Altenberg an, wo wir für eine Nacht hinter dem Bahnhof nächtigten. Ich hatte bis dato noch nie einen Schlafplatz im Zelt mit Bahnanschluss.

Am nächsten Morgen hieß es dann: Sachen zusammenpacken, beim nächsten Bäcker Frühstücken und ab zur Anmeldung. Hier fiel mir als allererstes auf, dass die 10. Auflage der MEC 500 sehr gut organisiert war. Freundliche Helfer hatten alles im Griff und alles lief reibungslos und schnell ab. Bis dahin schon mal vorbildlich.

Nun war noch schnell der Campingplatz aufzusuchen, Zelt aufzubauen und fertig für das Rennen zu machen, denn ab 9:00 Uhr sollte der Start erfolgen. So standen wir dann auch pünktlich um kurz nach 9:00 Uhr in einer nicht grade kleinen Menge Gleichgesinnter, die ebenfalls auf den ersten Anstieg warteten.
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Nebenbei trafen wir dort schon Jörg und Jochen, sowie einige andere Teamfahrer von unserem Partner LAST Bikes. Mit André Wagenknecht, dem späteren Sieger, und Ludwig Döhl, dem später Drittplatzierten, standen wir zusammen mit vielen anderen Fahrern in einer illustren Runde am Start.

Bei schönstem Wetter ging es dann endlich den Anstieg hoch zur ersten Wertungsprüfung. Was wir bis dato aber nicht wussten… die erste Prüfung stand uns schon vor der ersten Zeitnahme bevor. Da wir im hinteren Feld starteten, waren eben schon recht viele Fahrer vor uns, was dann gute 45 min. Wartezeit mit sich brachte... und das bei herrlichstem Sonnenschein.

Als es dann aber auf die erste Stage ging, kam schon gleich nach den ersten Metern ein leichtes Grinsen auf. Der Kurs war zwar im Wald an relativ vielen Stellen recht technisch und abfahrtslastig, aber letztendlich genauso, wie man sich (oder zumindest ich mir) eine Enduro-Strecke vorstellt.
Auch die Transferetappen waren meistens so, wie ich mir das wünsche… durch den Wald, teilweise sogar auf echt schmalen Singletrails, ging es dann zur nächsten Wertungsprüfung. Und auch das Warten beim Start der zweiten Stage war sehr unterhaltsam. Der Start war nämlich neben dem Startbereich der hiesigen Bobbahn. Und diese mussten die Marathonfahrer hinauffahren. So konnten wir als Enduro-Fahrer die Marathonisti entsprechend empfangen.

Die zweite Wertungsprüfung verlief für mich leider nicht wie erhofft, da ich zweimal vom Rad musste und mich beim ersten Sturz ein wenig unterhalb des rechten Knies verletzte. Da war das Laufen keine wahre Freude. Aber da Biken ohne (nennenswerte) Probleme ging, hieß es weiterfahren. Der kleine Abgang über den Lenker, als ich an der eigentlich zu passierenden Holzhütte hängen blieb, muss jetzt nicht weiter erwähnt werden.
Die folgenden Transferetappen und Wertungsprüfungen waren auch dank des tollen Wetters eine wahre Freude. Und grade Stage 5 hielt noch einige Überraschungen für uns parat. Zum einen ging es kurz vor dem Start mit einem Schlepplift die letzten Höhenmeter nach oben, was aber eine sinnvolle und vor allem auch notwenige Hilfe war. Zum anderen gab es neben einigen neugebauten Northshore-Elementen auch eine Durchfahrt durch einen LKW. Also mit Schwung die schräge seitliche Rampe rauf, durch den Anhänger hindurch und hinten über Paletten wieder runter… nette Überraschung.

Da wir wieder am Lift rauskamen, ging es denselben wieder hoch, zusätzlich gab's ein kleine Verschnaufpause. Es standen Getränke parat und für alle Fahrer gab es knackige Würstchen vom Grill. Und nicht zu vergessen die Liegestühle, in denen man neben der basslastigen Musik auch die wunderschöne Landschaft genießen konnte. Gestärkt und ein wenig erholt ging auf die letzten 12 km zur finalen Etappe.

Diese hatte es dann - für mich zumindest - in sich, denn nach den bis dato gut 30 km und 5 Wertungsprüfungen hatte meine Kondition irgendwann das Bedürfnis, sich ins wohlverdiente Wochenende zu verabschieden.
So konnte ich mit sehr vielen Gehpausen dann doch letztendlich die letzte Stage erreichen. Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass ich der letzte noch auf der Strecke befindliche Fahrer wäre. Erfreulicher Weise wurde ich dann aber auch mit entsprechendem Applaus vieler Fahrer im Ziel begrüßt.

Aber das Schöne bei Enduro-Rennen ist ja, dass nur die Zeiten auf den Stages addiert werden und es somit egal ist, wann man ins Ziel kommt (das Zeitfenster jetzt mal außen vor gelassen).

Dieses ergab bei mir dann eine Gesamtzeit von 23:48 Minuten, mit der ich mich auf Platz 141 wieder fand. Exakt vier Minuten länger brauchte Andreas, der sich damit auf dem 144. Platz einreihte. Wenn man bedenkt, dass fast 180 Fahrer gemeldet waren und 6 Leute aufgeben mussten, passt das Ganze schon irgendwie.

Bei den Herren gewann André Wagenknecht (13:40 Minuten, Cube Action Team), Yvonne Lindecke (15:56 Minuten, Liteville Syntace) holte Rang eins bei den Damen.
Am Ende standen jedenfalls über 42 km und fast 1.200 Höhenmeter auf dem Tacho, was sich dann auch, zurück auf dem Campingplatz angekommen, bemerkbar machte. Nach dem Duschen und einem kleinen Snack wollten wir noch auf die für 19:00 Uhr angesetzte Party gehen. Das war natürlich zu früh, als dort nach gut 1,5 Std. nichts wirklich Nennenswertes passierte (z.B. Erscheinen von Partygästen) entschieden wir uns um kurz vor 22:00 Uhr dann doch mal wieder Richtung Zelt und Bus zu gehen, da uns am nächsten Tag wieder gut 630 km gen Westen erwarteten. Diese waren dann auch nach gut 7 Stunden ohne besondere Vorkommnisse bewältigt.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass sich die sehr weite Anreise auf jeden Fall gelohnt hat. Wir wurden mit tollem Wetter und noch besseren Trails belohnt. Die ganze Gegend ist wirklich eine Reise oder auch einen ganzen Urlaub wert. Die Veranstalter haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um es den Teilnehmern so angenehm wie möglich zu machen.
Grade das Enduro-Rennen war mit gut 180 Teilnehmern nicht zu überlaufen und es herrschte vor, während und nach dem Rennen eine unglaublich freundliche und familiäre Atmosphäre. So, wie diese Veranstaltung abgelaufen ist, stelle ich mir ein Enduro-Rennen vor... jeder kommt auf seine Kosten und alle haben Spaß.

Dass am Ende ein Profifahrer ganz oben auf dem Treppchen stand tut der Sache keinen Abbruch. Vielmehr ist es ein Beweis für den Stellenwert der Veranstaltung. Bei der 11. Auflage der Mad East Challenge 500 (und dem 6. Mad East Enduro) im nächsten Jahr werden wir wohl in stärkerer Besetzung in Altenberg auflaufen. Der Weg dorthin lohnt sich alle male...
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